Judo

JudoEnde der 70er Jahre trainierten einige Jugendliche aus Schwieberdingen bei der Judoschule Wolff in Ludwigsburg. Die Anzahl wurde immer größer und die Eltern wollten, dass ihre Kinder auch in Schwieberdingen Judo betreiben können. Nach langen Verhandlungen durfte die Judoschule im November 1979 in Schwieberdingen, auf der Bühne der Turn- und Festhalle, mit dem Judotraining beginnen. Mit den Wettkampferfolgen der Judoka kam der Wunsch auf, einen Judoverein in Schwieberdingen zu gründen.

Am 25.6.1982 wurde die Judoabteilung, als zehnte und jüngste Abteilung, im TSV Schwieberdingen gegründet und Frau Ruth Rohde zur Abteilungsleiterin gewählt. Unter Dirk Lukaschewski trainierten 17 Schüler und Jugendliche.

Für eine Übergangszeit wurde vereinbart, dass die Judoschule Wolff die Anfängerkurse durchführt. Dafür durfte der TSV auf deren Judomatten trainieren. Das Interesse am Judo war groß. Bis Ende 1983 wuchs die Judoabteilung auf 43 Jugendliche an. Erstmals wurde eine Gürtelprüfung zum Orange- und zum Grüngurt durchgeführt.
Im Frühjahr 1984 konnte man durch Spenden der Eltern die erste komplette Wettkampfmatte kaufen und die geflickten alten Matten wurden ausgemustert.

Der erste Anfängerkurs in eigener Regie der Judoabteilung begann 1985 unter Ralf Trinkmann. Ab Juli trainierte Detlev Perleberg die fortgeschrittenen Judoka. Damit betreuten 2 Übungsleiter mit Lizenz und 3 Übungshelfer die Sportler. Erstmals startete man mit einer B-Mannschaft und belegte in der Bezirksligarunde den 3. Platz und bei den Einzelmeisterschaften hatte sich ein Kämpfer für die Süddeutschen-Meisterschaften qualifiziert.

Im Mai 1986 fuhren 9 Jugendliche und 4 Betreuer mit dem TSV nach »Vaux-le-Pénil«. Im Rahmen der Festwoche »80 Jahre TSV Schwieberdingen« veranstaltete die Judoabteilung ihr erstes Turnier. Der TSV Schwieberdingen empfing 1987 Sportler aus »Vaux-le-Pénil«. Dort wurde zwischen Richard Billiard / Michel Chevreux und Günter Breuer vereinbart, dass die Judoka den Kontakt weiter pflegen wollen.
Bei der Jahreshauptversammlung 1988 löste Günter Breuer, der langjährige Jugendleiter, Frau Ruth Rode als Abteilungsleiter ab. Sehr erfolgreich verlief das Jahr 1988 für die Kämpfer. Die B-Mannschaft wurde Bezirksmeister und belegte bei den Nordwürttembergischen Meisterschaften den 2. Platz. Bei den Einzelmeisterschaften wurden Lars Bressert (-30 kg) und Bernd Krämer (-40 kg) Württembergischer Meister. Zum ersten Mal wurde die Judoabteilung mit der Ausrichtung der Bezirks-Einzelmeisterschaft beauftragt. Für Detlev Perleberg, der aus beruflichen Gründen das Traineramt aufgab, übernahm Reinhold Ross das Training. Über Pfingsten fuhren 25 Judoka nach »Vaux-le-Pénil«. Am Jahresende war die Judoabteilung auf 150 Mitglieder angewachsen und der Platz auf der Bühne der Turn-und Festhalle reichte nicht mehr aus. Neben dem Training am Dienstag und Freitag wurde nun auch am Donnerstag geübt.

Die erfolgreiche Arbeit unserer Trainer zeigte sich 1989, als bei den B-Einzelmeisterschaften im Bezirk in 5 von 9 Gewichtsklassen Schwieberdinger Judoka im Endkampf standen. Norbert Rembeck übernahm das Jugendtraining. Unter Reinhold Ross wurde eine Erwachsenengruppe gegründet. 1990 wurde die Bühne für die ca. 200 Judoka zu klein um ein gezieltes Judotraining durchzuführen. Mit Marc Lukaschewski erwarb das erste Schwieberdinger Eigengewächs 1991 die Trainerlizenz. Die Gemeinde Schwieberdingen stellte der Judoabteilung einen Kellerraum unter der Hauptschule als Mattenlager zur Verfügung, der als Kraftraum ausgebaut wurde. Alexander Feickert und Philip Hezel wurden Württembergische Vizemeister. Andreas Volm erreichte den 3. Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften und qualifizierte sich für die Deutschen Meisterschaften. Die A-Jugendmannschaft belegte den 2. Platz bei den Nordwürttembergischen Meisterschaften.

Bei der Sportlerehrung 1992 wurden 18 Judoka geehrt. Mit den sportlichen Erfolgen wurde auch der Zulauf größer. Leider mussten immer mehr Kinder vertröstet und abgewiesen werden, weil der Platz nicht ausreichte, um neue Judoka aufzunehmen. Im Schülerbereich war der TSV Schwieberdingen der erfolgreichste Verein im Bezirk Stuttgart. Bei der A-Jugend Einzel kamen 3 Bezirksmeister aus Schwieberdingen und mit der Mannschaft belegte man trotz 2 Verletzten den 5. Platz im Württemberg. Bester Judoka im Jahr 1992 war Andreas Volm. Er wurde Württembergischer Meister, Süddeutscher Vizemeister und neunter bei den Deutschen A-Jugendmeisterschaften.

Das Jahr 1993 war das erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte. Die Männer wurden Meister in der Bezirksliga. Im männlichen Schüler C-Bereich war der TSV der beste Verein in Württemberg. Gert Deptner und Philip Hezel wurden Württembergische Einzelmeister. Andreas Bareither und Alexander Hager belegten dritte Plätze. Mit der Mannschaft wurde man Württembergischer Meister. Bei der A-Jugend weiblich erreichte Frauke Höfig Platz 1 in Nordwürttemberg und Julia Mensching wurde fünfte bei den Süddeutschen-Einzelmeisterschaften.

Der Ruf nach einer neuen Halle wurde immer stärker. Aus Platzmangel konnten 86 Kinder nicht aufgenommen werden. Die Trainingsbedingungen, mit über 20 Kindern auf der engen Bühne der Turn- und Festhalle, waren unzumutbar. (Bretter ragten hervor, eine Lüftung gab es nicht, ein zweiter Fluchtweg war nicht vorhanden!)

Vor der Einführung einer neuen Prüfungsordnung im Jahr 1994 wurden 10 interessierte Judoka zu Trainerlehrgängen geschickt. Mit Karl-Heinz Herzmansky (3. Dan) konnte man einen erfahrenen Judoka als neuen Trainer begrüßen. Andreas Bareither und Alexander Hager kämpften bei den Süddeutschen-Einzelmeisterschaften.

Im Jahr 1995 wurde die Trainerausbildung weiter fortgeführt. Leider trainierten, wegen Platzmangel, einige Schwieberdinger Judoka bei anderen Vereinen. Trotz der Enge erreichte die B-Mannschaft den 3. Platz in Württemberg. Bei der Sportlerehrung waren 14 Judoka vertreten.

Zum 15jährigen Bestehen der Judoabteilung fuhren 1997 die Trainer mit Frauen nach Duisburg zum Musical »Les misérables« und besichtigten auf der Rückfahrt die Kölner Altstadt. Im Frühjahr begannen die Planungen für die Felsenberghalle. Endlich waren unsere Forderungen nach mehr Platz erhört worden. Gerne reichten die Judoka ihre Wünsche und Anregungen an die neue Halle, besonders für den Mehrzweckraum, ein. Die Bezirksmeisterschaften U 11 fanden in Schwieberdingen statt.

Bei den Bezirksmeisterschaften der U 11 war die Turn- und Festhalle 1998 dermaßen überfüllt, dass vom Verband eine Ausrichtersperre, wegen der zu kleinen Halle, ausgesprochen wurde. Markus Geiger wurde Bezirksmeister der U 11. Alexander Feickert wurde Württembergischer Vizemeister bis 66 kg der U 18. Tobias Walker erreichte den 2. Platz in Nordwürttemberg.
1999 wurde Tobias Thumser Württembergischer Meister. Panagiotis Tsauosidis und Alexander Feickert belegten die zweiten Plätze in ihren Gewichts- und Altersklassen.

Im Jahr 2000 erfolgte der Umzug von der Turn- und Festhalle in die Felsenberghalle. Nach 18 Jahren Provisorium konnten die Judoka erstmals auf Schwingboden und unter guten Bedingungen trainieren. Seitdem wird täglich trainiert. Im September wurde der Kraftraum des TSV den Abteilungen vorgestellt. Er wurde von Günter Breuer geplant und die Ausstattung wurde von der Judoabteilung finanziert. Zehn Trainer besuchten die Judo-Worldmaster in München.

Nachdem der Traum aller Judoka von einem eigenen Raum, in dem die Judomatten liegen bleiben dürfen und von einem vereinseigenen Kraftraum erfüllt war, trat Günter Breuer nach 13 Jahren als Abteilungsleiter zurück. Als Nachfolger wurde Dirk Lukaschewski 2001 einstimmig gewählt. Marlies Mergl gründete eine neue Kindergruppe für 5 bis 7jährige Kinder. Mit unseren Freunden aus »Vaux-le-Pénil« fand erstmals ein einwöchiges Trainingslager statt. Gemeinsam wurde im Mehrzweckraum übernachtet und in der Cafeteria das Essen eingenommen. Die Nordwürttembergischen Mannschaftsmeisterschaften der B-Mannschaften wurden ausgerichtet. Patrick Schnabel übernahm das Training einer Anfängergruppe.

Vierzehn Jahre nach der Gründung der Seniorengruppe übergab Reinhold Ross die Trainingsleitung 2002 an Eckhardt Philipp. Im Herbst wurde das 20jährige Bestehen der Judoabteilung gefeiert. Gemeinsam mit der Judoschule West in Stuttgart wurde eine Budogala, bei der verschiedene ostasiatische Kampfsportarten vorgestellt wurden, veranstaltet.

2003 wurde Bastian Mergl württembergischer Meister und Christian Köpf belegte den 2. Platz bei den Baden-Württ. Meisterschaften. Kai Binder und Fabian Staber wurden Bezirksmeister. Karl Heinz Herzmansky schied nach 9 Jahren als Trainer aus.

2004 konnte mit Thomas Linkewitz ein weiterer Trainer gefunden werden. Im Frühjahr bereitete sich die nigerianische Nationalmannschaft in Schwieberdingen auf die olympischen Spiele vor. Der nigerianische Sportminister besuchte die Judoka beim Training. Als der Trainer, wegen »Republikflucht« abberufen wurde, betreute Dirk Lukaschewski die Nigerianer bei der Olympiade in Athen.

Ab Oktober 2005 übernahm Christian Coman (3. Dan – ehemaliger Trainer der Fördergruppe aus Böblingen) das Training dienstags und donnerstags. Luciano Palpella legte als erster Schwieberdinger Judoka die Prüfung zum 1. Dan ab. Eine Kooperation Schule – Verein wurde mit der Grund- und Hauptschule begonnen.

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