HandballAls Paul Essig 1973 neben seiner Tätigkeit als selbständiger Schlossermeister begann, Jugendliche in Schwieberdingen für den Handballsport zu begeistern, war noch in keiner Weise abzusehen, dass sich daraus eine mitgliederstarke Abteilung des TSV mit Mannschaften in sämtlichen Altersklassen und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern etablieren könnte.

So gestaltete sich der Beginn der Schwieberdinger Handballabteilung zunächst noch recht bescheiden und Paul Essig sah sich des öfteren sogar gezwungen, mangels entsprechendem Hallenangebot Trainingseinheiten in der Kelterturnhalle anzubieten – heute kaum mehr vorstellbar für einen passionierten Handballer. Dank dem unglaublichen Einsatz und Engagement von Paul Essig wuchs die Zahl der Handballbegeisterten in Schwieberdingen aber stetig, und die ersten Mannschaften des TSV konnten am 25.01.1973 beim Handballverband Württemberg gemeldet werden. Seit diesem Tag gehen Jugendliche und Aktive aus Schwieberdingen im Handballbezirk Enz/Murr auf Tore- und Punktejagd und viele Namen der ersten jugendlichen Handballspieler in Schwieberdingen, wie Fischer oder Grabinat, finden sich heute in der nachfolgenden Generation auf den Spielberichtsbögen unserer Jugendmannschaften wieder; ein Beweis für die Qualität und Beständigkeit der Vereinsarbeit in Schwieberdingen.

1. H3K-Turnier 1974
Gleich in ihrem 2. Jahr führte die Abteilung erstmals ein eigenes Handballturnier am Dreikönigstag durch. Damals noch in der Turn- und Festhalle. Das H3K-Turnier wurde 2006 bereits zum 34. Mal ausgetragen und ist weit über die Landesgrenzen Baden-Württembergs hinaus bekannt.
Starker Mitgliederzuwachs

Im Laufe der 70er Jahre erlebte die Handballabteilung korrespondierend zum Wachstum der Gemeinde einen konstanten Zuwachs an neuen Mitgliedern und die Teamstärke des TSV nahm deutlich zu. Aus dem zahlenmäßigen Zuwachs der Abteilung ergaben sich schließlich auch erste sportliche Erfolge der Schwieberdinger: Nach und nach wurden die unausweichlichen Niederlagen immer weniger und konnten schließlich sogar in Siege umgewandelt werden. Neue Trainer und auch Spieler anderer Vereine wurden für Schwieberdingen gewonnen, hinzu konnte im ehrenamtlichen Bereich ein großes Engagement der Eltern verzeichnet werden – weder damals noch heute selbstverständlich.

Sportstätten
Der Bau der Sporthalle Herrenwiesen gab dem Handballsport in Schwieberdingen nochmals einen kräftigen Schub, wurden damit doch endlich die Voraussetzungen für einen sportartgerechten Trainings- und Spielbetrieb im Ort geschaffen. So stellten sich größere Erfolge auf dem Spielfeld fast zwangs­läufig ein und so manches Handballtalent wurde in Schwieberdingen entdeckt und gefördert. Stellvertretend seien hier nur Bernd Strauch und Annette Fischer genannt. Bernd Strauch schaffte es bis in die Bundesliga-Mannschaft von Frisch Auf Göppingen. Annette wurde die Stütze mehrerer hochklassiger Handballteams in der Region Stuttgart, blieb aber Schwieberdingen dennoch über all die Jahre eng verbunden und trainiert auch heute noch eine unserer Jugendmannschaften. Über die Jahre blieben dem TSV auch viele Talente erhalten, die Angebote höherklassiger Vereine ausschlugen. Grund dafür sicherlich das große Engagement, das Trainer, Betreuer und Funktionäre der Handballabteilung bereits seit 1973 Jahr für Jahr an den Tag legen und das im Lauf der Jahre auch regelmäßig durch entsprechende sportliche Erfolge belohnt wurde.

Sportliche Erfolge
Mitte der 80er-Jahre stiegen die Männer in die Bezirksliga auf und können diese Klasse bis heute meist ungefährdet halten. Den bislang aber größten sportlichen Erfolg der Abteilung feierten sicherlich die Frauen, als die Mannschaft unter der Regie von Trainer Harald Brenneisen 1988 neben dem Aufstieg in die Bezirksliga auch den Bezirkspokal erkämpfen konnte und gleich im darauffolgenden Jahr in die Landesliga aufstieg. Leider wurde diese Klasse nur für ein Jahr gehalten und auch die Wiederholung des Aufstiegs in die Landesliga 1997 reichte nur für 2 Jahre. Seit 1999 spielt unser Frauenteam wieder in der Bezirksliga Enz/Murr. Das Erreichen der Relegationsrunde für die Landesliga 2005 lässt aber hoffen, dass die Frauen vielleicht bald wieder Landesligaluft schnuppern dürfen.

Das Fundament
Im Jugendbereich sorgt nicht zuletzt die Erschließung neuer Baugebiete in Schwieberdingen seit der Jahrtausendwende für massiven Zulauf. So sind derzeit in sämtlichen Altersklassen Mannschaften gemeldet, in den jüngeren Jahrgängen zumeist sogar gleich zwei Teams pro Altersklasse. Und nicht nur die Quantität stimmt – die Erfolge unserer Jugendmannschaften auf dem Spielfeld sprechen für sich: So qualifizierten sich die weibliche B- und weibliche C-Jugend im vergangenen Jahr für die Bezirksliga und zahlreiche weitere Jugendmannschaften des TSV waren in den Endrunden auf dem Siegertreppchen zu bejubeln. Auch die Aktiven treten sowohl im männlichen als auch im weiblichen Bereich seit einigen Jahren mit jeweils 2 Teams an. Grund genug, an dieser Stelle den zahlreichen ehrenamtlich Tätigen der Abteilung, vor allem des Jugendbereiches, ein herzliches Dankeschön auszusprechen – ohne deren Engagement sowie die tatkräftige Mithilfe unserer Eltern könnten diese Erfolge nicht gefeiert werden. Der zahlenmäßige Zuwachs unserer Mitglieder zeigt uns aber leider auch unsere Grenzen auf: Trotz erweiterter Trainingsmöglichkeiten in der Felsenberghalle können wir im regulären Trainingsbetrieb keinem Team eine alleinige Hallennutzung ermöglichen, vielmehr trainieren oft zwei, manchmal sogar drei Mannschaften gleichzeitig. Sicherlich keine optimalen Bedingungen, trotzdem versuchen wir das Beste aus unseren Mannschaften herauszuholen und in der ein oder anderen Altersklasse sogar ganz oben mitzuspielen.

Außerhalb des Spielfeldes
Neben den sportlichen Erfolgen liegt der Handballabteilung aber auch das Gemeinschaftserlebnis außerhalb des Spielfeldes besonders am Herzen. Nicht nur Punkte und Tore sorgen für Zusammenhalt, vielmehr runden gemeinsame Turnierbesuche, Ausflüge sowie Jugendveranstaltungen wie die Sommerolympiade oder die 2005 erstmals veranstaltete Halloweenparty unser Vereinsleben ab und sorgen bei unseren Kids für Begeisterung. Nicht zuletzt dadurch hoffen wir auch, mit unserer Abteilungsarbeit dem allseits beklagten Trend zur »Spassgesellschaft« ein alternatives Angebot entgegensetzen zu können, so dass Kinder und Jugendliche auch in den kommenden Jahren »ihrer« Handballabteilung die Treue halten werden.

Zukunft und Visionen
Die wichtigste Aufgabe der Zukunft wird sicher sein, den eingeschlagenen Weg, mit geschulten Trainern und Betreurn möglichst viele Jugendliche für den Handballsport zu begeistern, weiter auszubauen.

TSV Geschäftsstelle

  • Maxi Wüstner Maxi Wüstner

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